Meine Aufgaben
Zu Beginn des Projekts bestand meine Aufgabe darin, einen passenden Namen für unser Abschlussprojekt zu finden. Im weiteren Verlauf übernahm ich die Erstellung der Projekt-Homepage sowie die zeitliche Projektplanung in Form eines GANTT-Diagramms.
Auf technischer Ebene war ich verantwortlich für die Neugestaltung des Touch-Bedienfelds und dessen Einbindung in die bestehende Steuerungslogik der Anlage. Auch das überarbeiten der Hauptsteuerung (Phoenix Contact AXC F 2152) zählte zu meinen Aufgaben.
Ein mit diesen Aufgaben verbundener, zentraler Bestandteil unseres Abschlussprojekts war das Verständnis der gesamten Anlagenfunktionalität. Aufgrund der teils komplexen Abläufe war hierfür eine enge Zusammenarbeit mit meinem Teamkollegen erforderlich, um die technischen Zusammenhänge vollständig zu erfassen und fundierte Entscheidungen für die Umsetzung treffen zu können.
Blog
Bereits vor der offiziellen Kick-Off-Veranstaltung am 25.08.2025 nutzten wir die Gelegenheit, die Anlage mehrfach zu besuchen. Dabei konnten wir uns mit dem grundsätzlichen Aufbau vertraut machen und erste Testläufe durchführen, um den Ist-Zustand zu ermitteln.
Aufgrund des Alters der Anlage platzten mehrfach Druckluftleitungen, die zunächst ausgetauscht werden mussten. Anschließend war jeweils ein vollständiges Rücksetzen erforderlich, was insbesondere zu Beginn zusätzlichen Zeitaufwand verursachte. Trotz dieser Maßnahmen arbeitete die Anlage nicht immer zuverlässig. So funktionierte Zelle 105 nur eingeschränkt, während Zelle 110 den Carrier jedes Mal ohne Bearbeitung weiterleitete.
30.08.2025
Namensfindung
Der Name „SpicyPipe“ wurde bewusst gewählt, um die zentralen Bestandteile unserer Anlage in einem Begriff zu vereinen:
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Das „S“ steht für Salz, das „P“ für Pfeffer – die beiden Gewürze, mit denen der Spender befüllt werden kann.
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„Spicy“ ist das englische Wort für würzig und verweist auf den Befüllprozess in der ersten Fertigungszelle.
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„Pipe“ steht sinnbildlich für das englische Verb „to pipe“ (pfeifen) und nimmt Bezug auf die Trillerpfeife, die in der zweiten Zelle zusammengesetzt wird.
Mit dem Slogan „Würzen, dass es pfeift.“ bringen wir den humorvollen Charakter unseres Projekts auf den Punkt, eine Automatisierungsanlage, die zwei völlig unterschiedliche Komponenten vereint: Gewürze und Pfeifen.
01.09.2025
Erstes Auslesen mit PLCnext und des HMI
Nach dem ersten erfolgreichen Auslesen der Hauptsteuerung begannen wir damit, die Programmierung Schritt für Schritt nachzuvollziehen.
Im Anschluss versuchte ich, das HMI auszulesen. Dabei traten Kommunikationsprobleme auf, die sich auf eine fehlerhaft dokumentierte IP-Adresse zurückführen ließen. Als nächster Arbeitsschritt steht nun die Anpassung der Bedienoberflächen des HMI an. Zudem werde ich mir überlegen, wie sich die Vorgaben unseres Projekts am sinnvollsten in die Visualisierung einpflegen lassen.
05.09.2025
Erstellung GANTT-Diagramm
Für die Erstellung der des GANTT-Diagramms nutzte ich die kostenlose Web-Software "Agantty". Damit war es mir möglich die Erste Phase des Projekts, bis zur Abgabe der Zwischenpräsentation, zu planen.




07.09.2025
Erstellung der Homepage
Zur Präsentation unseres Projekts nutzen wir die kostenlose Webplattform Wix.com.
In den kommenden Wochen werden wir hier die wichtigsten Informationen rund um unser Abschlussprojekt bereitstellen. Von der Aufgabenstellung über die technische Umsetzung bis hin zu den Ergebnissen.
Darüber hinaus enthält die Seite einen persönlichen Blogbereich, in dem sich jedes Teammitglied einzeln vorstellt und seinen individuellen Projektverlauf dokumentiert. Hier berichten wir über unsere Aufgaben, Herausforderungen und Erfolge und geben so einen authentischen Einblick in die praktische Arbeit während des Projekts.
08.09.2025
Überarbeitung des HMI
Die letzten Tage verbrachte ich damit, mir ein neues Konzept für das HMI zu überlegen.
Ich begann damit, weiter Schaltflächen einzufügen, so wie eine weitere Seite mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung zum Inbetriebnehemen der Anlage.


Nach dem ich mich sehr lange mit dem Anlegen und Verbinden neuer OPC-Variablen für die Schaltflächen, so wie mit der Software Visu+ aufgehalten habe, konnte ich meine erste Version für das HMI aufspielen.
Das klappe ohne Probleme, allerdings wurde das Hauptbild nicht aktualisiert. Auch das Löschen der Update-Datei, sowie des Flash Speichers über die Software Visu+ brachte keine Besserung. Erst ein manuelles löschen der Projektdatei am HMI selbst sorgte dafür, dass nun auch das Hauptbild aktualisiert wird.
10.09.2025
Selbst die Verwirrung ist verwirrt!
Neben der Entwicklung des neuen HMI-Konzepts nutzte ich die Tage, an denen wir nicht an der Anlage arbeiten konnten, um die Programmierung der Hauptsteuerung besser zu verstehen. Dabei zeigte sich jedoch, dass die meisten Programmbausteine unkommentiert oder nur unzureichend beschrieben waren. Zur Veranschaulichung ist nachfolgend ein Ausschnitt eines Netzwerks dargestellt, das nahezu vollständig ohne Kommentare vorliegt. Dieser Abschnitt bildet ein zentrales Element der Kommunikation zwischen den einzelnen Anlagenteilen.
Bislang wissen wir nur, dass die Kommunikation zwischen der Hauptsteuerung und Zelle 105 über eine 8-Bit-Struktur realisiert ist. Allerdings ist nicht genau dokumentiert, welche Bedeutung die einzelnen Bits besitzen.

Auch die vorhandenen Kommentare hinter den Variablen tragen bislang eher zur Verwirrung bei, anstatt für Klarheit zu sorgen (siehe Bild).

Ein weiteres Beispiel dafür ist der "Sensorstoppervornerechts 31" mit dem dazugeörigen "Stoppervornemitterechts 31". Beide Bezeichungen beziehen sich auf den Sensor/Stopper31, welcher am Handarbeitsplatz verbaut ist. Interessant wird es, da es in Zelle105 noch einen Sensor/Stopper mit der Beschriftung "31" gibt.
Ebenfalls vollständig unklar ist für mich die Verwendung des Toggle-Bausteins. Dieser tritt in drei Varianten mit identischem Aufbau auf. Die Variable „Wert1“, die ein konstantes Signal „1“ liefert, erscheint dabei überflüssig. Zudem birgt die Funktionsweise des Bausteins die Gefahr eines undefinierten Anlagenzustands: Einer der Toggle-Bausteine wird vom Sensor am Handarbeitsplatz getriggert. Damit hängt der Ausgangszustand beim Anlauf der Anlage davon ab, ob sich zu Beginn ein Carrier auf dem Band befindet (Ausgang = 1) oder nicht (Ausgang = 0).

15.09.2025
Finalisieren HMI
Heute habe ich die letzten Änderungen in das HMI eingespielt. Nun sind alle neuen Schaltflächen mit Variablen verknüpft und auch unser Logo ist auf dem Hauptbildschirm zu sehen.
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22.09.2025
Vortrag SEW
Heute war die Firma SEW zu Besuch und hat einen Vortrag über neue Innovationen im Bereich der Antriebstechnik gehalten.
Es gab einen Überblick zu den verschiedenen Produkten mit Vor- und Nachteilen, so wie dessen Einsatzgebiete.
29.09.2025
Es bleibt spannend
Eine anhaltende Herausforderung bleibt das vollständige Verstehen der Programmierung. Viele Programmteile scheinen aus einer früheren Version übernommen worden zu sein, allerdings ohne tatsächliche Funktion. Hier Programmausschnitte, welche keinen Einfluss auf den Ablauf der Anlage haben und auch gänzlich unkommentiert sind.
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Das RFID-System wurde wohl früher verwendet, um jedem Carrier seine eigene Bestellung zuzuordnen.
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Hauptziel dieses Abends war das verknüpfen der neuen HMI Schaltflächen. Dazu musste ich die vergebene Variable an mehreren Stellen in die Programmierung einbinden. Die Taste "HMI_BestellungLoeschen" ermöglicht es nun, eine zuvor angeforderte Bestellung wieder zu löschen. Dies war bisher nicht möglich und sorgte dafür, dass der Carrier in bestimmten Situationen vor Zelle105 stehen bleibt und sich die Analge in einem undefinierten Zustand befindet.

06.10.2025
Realisieren Bypass Zelle105
In Zusammenarbeit mit meinem Kollegen kümmerte ich mich heute um das Umsetzten des Bypasses an Zelle105. Dazu möchte ich die neue HMI Schaltfläche "Leerfahrt" nutzen. Diese soll etwaige zuvor angeforderte Bestellungen löschen und der Anlage die Startfreigabe erteilen, sodass man den Carrier am Handarbeitsplatz starten kann.
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​Beim Umsetzten dieses Plans bin ich mal wieder auf schön vergebene Variablen gestoßen.
Hier wurden z.B. die Variable "alwyas0" als Constant 1 definiert und "alwyas1" als Constant 0.

Da diese Varbiablen an mehreren Stellen in der Programmierung verwendet werden, kann dies schnell zur Verwirrung führen. Sollte die Zeit in dem Projekt ausreichen, möchte ich Fehler wie diese und auch teils zuvor genannte Ungereimtheiten ausbessern oder zumindest mit Kommentaren versehen.
24.11.2025
Zwischenpräsentation und freie Kontakte finden
Am 24.12.2025 wurde die Zwischenpräsentation des Projekts gehalten. Zusätzlich erfolgte eine grundlegende Analyse der verfügbaren freien Kontakte zur Kommunikation mit Zelle 110. Ziel war es, einen Überblick über bestehende und noch nutzbare Schnittstellen zu gewinnen, um mögliche Erweiterungen oder Optimierungen der Kommunikation bewerten zu können.
01.12.2025
Kommunikation mit Zelle 110 und kleine Anpassungen
An diesem Tag wurde die Kommunikation zwischen Hauptsteuerung und Zelle 110 umgesetzt. Die Ansteuerung erfolgt über zwei digitale Signale. Wird kein gültiges Signal gesetzt, läuft die Anlage automatisch im Bypassbetrieb. Zusätzlich wurden Anpassungen an der Visualisierung vorgenommen: Die Schaltfläche „Zweifarbig“ setzt sich nun beim Löschen einer Bestellung korrekt zurück. Außerdem wurde eine einheitliche Farbänderung für aktivierte Schaltflächen implementiert, um den Bedienzustand klar darzustellen.
08.12.2025
Fortsetzung Kommunikation Zelle 110
Die beiden digitalen Signale zur Ansteuerung der Zelle 110 wurden logisch in das Steuerungsprogramm eingebunden. Darauf aufbauend wurden mehrere Testläufe durchgeführt, um die Signalverarbeitung und den Ablauf zu prüfen. Während der Tests trat sporadisch ein Sammelfehler in Zelle 105 auf, dessen Ursache zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig identifiziert werden konnte. Der Fehler wurde dokumentiert und für eine spätere Analyse vorgemerkt.
15.12.2025
Projektvideos und Testläufe
Zur Dokumentation des aktuellen Projektstands wurden Videos der Anlage aufgenommen. Parallel dazu fanden weitere Testläufe statt, um den Gesamtprozess zu überprüfen. Dabei wurden mehrere kleinere Fehler und Unstimmigkeiten im Ablauf identifiziert. Diese Bugs wurden schrittweise analysiert und im Rahmen der Tests behoben, um die Stabilität des Systems weiter zu verbessern.
12.01.2026
Abgabe der Dokumentation
Heute erfolge die Abgabe unserer Abschlussdokumentation. Wir haben den Projektordner, zusammen mit 2 USB-Sticks, auf denen sich alles Programmierungen und Dokumente unseres Projekts befinden, abgegeben.
26.01.2026
Erstellen und Anbringen von Anleitungen.
Damit die Bedienung der Anlage auch in Zukunft für Anlagenfremde noch relativ einfach bleibt, haben wir Kurzanleitungen erstellt und diese an verschiedenen Positionen der Anlage platziert. So hat nun jede Zelle eine kleine laminierte Anleitung, wie die diese Zelle zu initialisieren ist.
02.02.2026
Erstellen der Abschlusspräsentation
Den heutigen Tag nutzten wir um die Abschlusspräsentation zu vervollständigen. Wir haben uns den genauen Ablauf überlegt und die Präsentation einige Male durchgesprochen.
05.02.2026
Vorbereitungen für Samstag
In Vorbereitung auf den Tag der offenen Tür, haben wir den Projektraum für die Abschlusspräsentationen vorbereitet. Wir mussten Stühle für Gäste zusammensuchen und platzieren. Außerdem haben wir den Beamer und die Leinwand eingerichtet und alles Weitere für den Tag der Präsentationen vorbereitet.

07.02.2026
Tag der offenen Tür
An diesem Samstag fand der Tag der offenen Tür an der BBS1 statt. In dem Zuge fanden auch die Projektpräsentationen statt. Insgesamt 5 Gruppen haben sich den Vortrag angesehen. Darunter waren Schüler der Fachschule, Lehrer und vereinzelt auch Gäste, die sich die Schule angesehen haben.
Die Präsentationen und Vorführungen liefen an sich sehr gut. Leider kam es bei der dritten Präsentation zu einem Bus-Fehler an einem Wago-Koppler in Zelle105. Das führte dazu, dass wir die Anlage nicht mehr in Betrieb nehmen konnten und zum Ende unserer Vorführung auf das Projektvideo zurückgreifen mussten.
09.02.2026
Projektübergabe
Das ist der letzte offizielle Tag des Projekts. Wir haben Projekt Raum aufgeräumt, alle Stühle zurück geräumt und Beamer, sowie die Leinwand abgebaut. Anschließend haben wir das Projekt an unsere Betreuer übergeben und in Zusammenarbeit mit einer Lehrkraft einen letzten Durchlauf der Anlage vorgeführt. Der am Tag der offenen Tür aufgetretenen Bus-Fehler war verschwunden. Wir konnten die Anlage somit vollfunktionsfähig übergeben.